Spieltag 2 – Just Another Genius

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Spieltagsaufgabe und Ziele

Was ist die Spieltagsaufgabe und welche Ziele verfolgen wir?

Am zweiten Spieltag der zdi-Science League 2025/26 standen wir vor einer spannenden Herausforderung: der Entwicklung eines eigenen Konzepts für den unseren „FoodConnect-Markt“. Für uns war schnell klar, dass wir nicht einfach nur einen kommerziellen Markt entwerfen wollen, sondern einen Markt zu entwerfen, der nachhaltigen Konsum aktiv fördert, regionale Erzeugnisse sichtbar macht und für alle Besucher*innen attraktiv, übersichtlich und alltagstauglich ist.

Unser FoodConnect-Markt soll ein Ort der Begegnung sein – ein Treffpunkt im Viertel, der den Stress aus dem Alltag nimmt. Wir wollten eine Struktur schaffen, die barrierefrei zugänglich ist und gleichzeitig zum Verweilen einlädt. Ein zentraler Aspekt unserer Planung war die Berücksichtigung der vom Wettbewerb vorgegebenen Personas. Ihre unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse flossen direkt in unser Modell ein, um ein Gesamtkonzept zu erstellen, das sowohl für den schnellen Einkauf nach der Arbeit als auch für einen entspannten Nachmittag geeignet ist.

Am Ende dieses Spieltags soll ein Grundriss stehen, der unsere Vision klar erkennbar macht. Unsere Modellbaugruppe arbeitet hochmotiviert daran, möglichst viele smarte und zukunftsfähige Elemente zu integrieren. Um dieses komplexe Vorhaben zu stemmen, setzen wir auf eine starke Organisation: Unsere Projektleitung koordiniert die Aufgaben, damit wir als Großgruppe Verantwortung für eine zuverlässige Umsetzung übernehmen können.

Vorgehensweise

Von der Inspiration zur technischen Zeichnung: So haben wir unsere Ziele umgesetzt.

Die Umsetzung unseres FoodConnect-Marktes, den wir auf den Namen NaMa getauft haben, erfolgte schrittweise und praxisorientiert.

Architektur und Inspiration aus der Region

Als Architekturteam haben wir uns zunächst auf Spurensuche begeben und Gebäude in Deutschland analysiert. Besonders wichtig war uns eine helle, offene Atmosphäre. Ein großes Vorbild war das Museum Quadrat in Bottrop: Die riesigen Glasflächen bieten einen direkten Blick ins Grüne und schaffen einen lichtdurchfluteten Raum. Dieses Prinzip haben wir für unser Obergeschoss übernommen. Für die logistischen Abläufe haben wir uns klassische Supermärkte wie Kaufland angeschaut. Besonders die direkte Anbindung der Tiefgarage an das Erdgeschoss hat uns gezeigt, wie man Wege so plant, dass sie sich für den Kunden angenehm  anfühlen. Eine weitere Inspiration war das Verwaltungsgebäude mit Dachgewächshaus am Altmarkt in Oberhausen. Die Kombination aus Arbeitsraum, sozialem Bereich und urbanem Gartenbau hat uns so fasziniert, dass wir ein ähnliches Konzept für NaMa entworfen haben.

Das Konzept NaMa: Ein Markt für alle

Der Name NaMa ist Programm: Eine Verbindung aus Natur und Markt. Technik soll hier kein Selbstzweck sein, sondern helfen, Energie zu sparen und den Einkauf zu erleichtern. Hier sieht man, wie wir die Wünsche unserer Personas konkret geplant haben:

 * Amira & Joshua: Amira möchte gärtnern, und Joshua wünscht sich ein integriertes Gewächshaus. Daher zieht sich unser Gewächshaus über zwei Etagen und ist direkt in den Gebäudekomplex eingebunden. Ein Highlight ist der Balkon im oberen Bereich, der das Gewächshaus mit dem sozialen Bereich verbindet.

 * Renita: Für ihren Wunsch nach Gemeinschaft haben wir im Obergeschoss einen großzügigen sozialen Bereich geschaffen, in dem man Kaffee trinken und sich austauschen kann.

 * Simone: Für Eltern wie Simone bieten wir breite Gänge, Spielbereiche für Kinder und gemütliche Sitzmöglichkeiten im Außenbereich für ein stressfreies Erlebnis.

 * Alma: Barrierefreiheit steht bei ihr im Fokus. Wir haben einen Aufzug, breite Wege und eine leicht zugängliche Tiefgarage eingeplant.

 * Jonas: Der Technik-Fan wird unser Smart-Home-System lieben. Gesteuert über Home-Assistant, lässt sich nicht nur unser Aufzug sondern auch die Beleuchtung vollständig fernsteuern.

 * Elias: Für Berufstätige zählt Effizienz. Ein Farbleitsystem im Erdgeschoss (z.B. Grün für die Obstabteilung) und eine klare Beschilderung ermöglichen ihm einen schnellen Einkauf.

Nach der Recherchephase erstellten wir Skizzen und einen Grundriss, den wir immer wieder optimierten. Die endgültige technische Zeichnung entstand digital in Tinkercad.

Der Bau des Modells startete mit einer stabilen Grundplatte, unter der sich die beleuchtete Tiefgarage inklusive Modellautos befindet. Dank unserer CAD-Planung konnten wir die Wand- und Deckenplatten präzise im FabLab der HRW mit dem Lasercutter zuschneiden.

Ein besonderes technisches Detail ist unser Aufzug. Er ist voll funktionsfähig und wird über das Home-Assistant-Dashboard gesteuert. Die Programmierung folgt einer logischen Kette: Sobald der „1. OG-Knopf“ gedrückt wird (Trigger), schließt sich die Tür, der Aufzug fährt hoch und die Tür öffnet sich wieder. Auch unsere Rolltreppe von der Tiefgarage in den Supermarkt ist bereits im Modell integriert.

Herausforderungen

Herausforderungen: Wo wir dazugelernt haben

Kein Projekt ohne Hürden! Während der Umsetzung stießen wir auf einige technische Herausforderungen. Beim 3D-Druck unserer Bänke und den Automatisierungen gab es Fehldrucke, wodurch sie ungleichmäßig wurden – hier mussten wir nachbessern und die Designs anpassen.

Besonders anspruchsvoll war die Automatisierung. Das Dashboard und die Programmierung für den Fahrstuhl und die Rolltreppe mussten mehrfach angepasst werden, damit die Bewegungen flüssig und sicher wirken. Eine weitere Lektion lernten wir beim Bau der Wände: Unser eigener Lasercutter in der Schule war schlichtweg zu klein für die Dimensionen unseres Gebäudes. Deshalb waren wir froh, auf den größeren Lasercutter im FabLab der Hochschule Ruhr West ausweichen zu können und möchten dem gesamten FabLab Team an dieser Stelle noch einmal dafür danken. Diese Erfahrungen haben uns gezeigt, wie wichtig eine gute Vorab-Planung und die Zusammenarbeit mit externen Partnern ist.

Zusammenfassung

Zusammenfassung und Fazit

Unser Projekt NaMa zeigt, wie wir uns die Zukunft des Einkaufens vorstellen. Uns war es wichtig, dass Nachhaltigkeit nicht nur Werbung ist, sondern durch regionale Produkte, Transparenz und smarte Technik im Alltag der Menschen ankommt. Wir rücken die Erzeuger aus der Region in den Mittelpunkt und schaffen durch die offene Architektur Vertrauen und Transparenz.

Unser Fazit: Wir sind sehr zufrieden mit dem aktuellen Stand. Durch die Berücksichtigung aller Personas haben wir einen Markt entworfen, der für jede Lebenslage passt – ob barrierefrei für Alma, innovativ für Jonas oder familienfreundlich für Simone. NaMa ist ein Ort, an dem man schnell einkaufen kann, aber auch gerne Zeit verbringt. Wir freuen uns darauf, unser Modell im weiteren Verlauf des Wettbewerbs noch detaillierter auszuarbeiten!

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