Spieltag 3 – OpenBrain

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Spieltagsaufgabe und Ziele

Während diesem Spieltag war es unsere Aufgabe, einen smarten und nachhaltigen Anbau von Lebensmitteln in unseren Food-Connect-Markt zu integrieren. Dies kann zum Beispiel ein Gewächshaus, eine vertikale Farm oder auch eine Anbaufläche im Außenbereich sein. Drei Ziele sind dabei wichtig:

1.        Die Anbaufläche soll ein beispielhaftes Modell für einen nachhaltigen Lebensmittelanbau sein. Eine Studie vom Umweltbundesamt zeigt, dass im Jahr 2022 der Marktanteil der „grünen“ Produkte nur 12,2% beträgt. Der angestrebte Anteil liegt noch weit entfernt bei 34%. In unserem Markt soll dieses Ziel durch den Anbau erreicht werden.

2.        Die Anbaufläche soll Menschen untereinander und mit der Natur verbinden. Laut Bundesumweltministerium finden 64% aller Mensch, dass Natur zu einem guten Leben dazugehört. Jedoch sind viele von der Natur entfremdet und es ist für sie schwierig, wieder mit der Natur in Kontakt zu treten.

3.        Die Anbaufläche soll in den Markt einintegriert werden. Lebensmittel sollen vor Ort angebaut, verkauft und anderweitig genutzt werden.

Durch das Erreichen dieser Ziele wird unser Food-Connect-Markt zu einem gemeinschaftlich genutzten und zukunftsorientierten Markt.

Berücksichtigt werden auch die Wünsche der drei Persona, unsere fiktiven Kunden:

Der Wunsch von Joshua ist ein optisch zum Markt passendes Gewächshaus. Er möchte, dass durch die Optik erkennbar wird, dass die Anbaufläche durch sinnvoll eingesetzte Technik die Natur im Fokus hat.

Amira möchte selbst mithelfen können, um zum einen ihr Hobby auszuüben und auch mit anderen Menschen Gemeinschaft haben. Außerdem ist ihre Vision, dass die Erzeugnisse der Anbaufläche auch für soziale Zwecke genutzt werden.

Jonas wünscht sich als technikinteressierter Schüler Einsatz von Technik, die es zulässt, dass Pflanzen effektiver angebaut werden können.

Vorgehensweise

Zuerst haben wir uns als Team zusammengesetzt und uns einen Überblick über die Aufgaben verschafft. Anschließend haben wir gemeinsam Ideen gesammelt, die wir dann zu funktionierenden Lösungen weiterentwickelt haben.

Unser Anbaukonzept:

Wir waren uns sofort sicher, dass wir die Pflanzen in einem Gewächshaus anbauen wollen. Der Grund dafür ist zum einen, dass das Gewächshaus dadurch das äußere Design unseres Marktes vervollständigt: Durch die eckige Form und die Glasflächen passt das Gewächshaus perfekt in das Gesamtbild. Außerdem ist das Gewächshaus für die räumliche Struktur unseres Marktes wichtig: Das Café ist links vom Haupteingang zu erreichen und das Gewächshaus nun rechts vom Haupteingang. Dadurch wird eine einfache Orientierung auch für neue Kunden ermöglicht.

Ein weiterer Vorteil des Gewächshauses ist, dass es die Möglichkeit bietet, das ganze Jahr über Pflanzen anzubauen. Dadurch können wir eine größere Menge nachhaltig angebauter Pflanzen anbieten.

Um die Pflanzen möglichst effizient und platzsparend anzubauen, haben wir uns für Pflanztürme entschieden. Dabei finden wir die Technik des Hydroponik-Turmes besonders interessant. Durch das System wird zum einen 90% Wasser eingespart, da eine Nährstofflösung in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert und somit nicht versickert. Der Kreislauf funktioniert mithilfe einer automatischen Bewässerung, die die Feuchtigkeit mithilfe von Sensoren und einer Wasserpumpe anpasst. Ein weiterer Vorteil ist, dass Pflanzen durch Pflanztürme platzsparend angebaut werden können. Dadurch haben wir die Möglichkeit, eine große Anzahl von nachhaltig angebauten Produkten anbieten zu können.

Umgesetzt wurde diese Idee mithilfe unseres 3D-Druckers, mit dem wir die Pflanztürme gedruckt haben. Außerdem haben wir mithilfe eines Arduinos die automatische Bewässerung programmiert (Video). Dadurch ist auch der Wunsch von Jonas erfüllt, da die Pflanzen mithilfe von Technik nachhaltig angebaut werden.

Unsere angebauten Produkte:

Anbauen wollen wir möglichst das, was auch im Supermarkt verkauft wird, damit weniger Produkte einen einen weiten Weg zu unserem Markt zurücklegen müssen, damit die Nachhaltigkeit der Produkte gewährleistet ist. Zu unseren Anbauprodukten gehören also Gemüsesorten wie Paprika, Tomaten, Gurken und Bohnen. Auch Salat und Spinat sowie Blumen und Kräuter werden angebaut. Außerdem bauen wir auch Beerensorten wie z.B. Erdbeeren und Blaubeeren an und hatten auch die Idee, Zitronen- und Orangenbäume in unserem Gewächshaus und weitere Obstbäume auf der Außenanlage des Marktes anzupflanzen, damit wir auch diese Produkte wenigstens zur Erntezeit nicht aus anderen Ländern importieren müssen. Jedoch liegt unser Schwerpunkt bei Gemüse, Beeren und Salat, da man diese über das ganze Jahr anbauen und verkaufen kann. Eine weitere Idee ist, auch eine kleine Saftproduktion mithilfe von Selbstbedienungsautomaten ins Leben zu rufen. Dadurch haben wir die Möglichkeit, eigenen Saft aus eigenem Obst zu produzieren.

Die Erzeugnisse werden wir auch mit unserem 3D-Drucker drucken und somit sichtbar im Modell darstellen.

Integration unserer Kunden:

Wir möchten, dass jeder in unserem Gewächshaus mitarbeiten kann. Dazu haben wir uns ein Konzept überlegt, durch das jeder mithelfen kann, ohne dass es zu größeren Schwierigkeiten kommt: In unserem Gewächshaus kann man über die digitale Plattform (siehe Video) Termine buchen, die der fiktive Leiter des Gewächshauses online erstellt. Jeder hat die Möglichkeit, sich online für beliebige Aufgaben anzumelden. Über die Website gibt es auch die Möglichkeit, Daten wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur in Echtzeit einzusehen. Dadurch kann jeder den Pflanzenanbau miterleben und optimieren, auch ohne vor Ort zu sein.

Außerdem gibt es für soziale Einrichtungen (z.B. Schulen, Tagespflegen, …) die Möglichkeit, Exkursionen in unser Gewächshaus zu machen. Dadurch bekommt jeder Interessierte einen Einblick, wie Technik hilft, Lebensmittel nachhaltig zu produzieren. Außerdem fördern solche Exkursionen Naturbegegnungen. Hinzu fördern solche Exkursionen den sozialen Zusammenhalt.

Die Produkte werden neben dem Verkauf auch der Tafel gespendet. Somit erfüllt sich auch Amiras Wunsch.

Herausforderungen

Unsere Schwierigkeiten lagen zum einen bei der Programmierung der technischen Elemente des Gewächshauses, da wir nicht oft mit Arduinos arbeiten und wir uns daher erstmal mit der Technik befassen mussten. Das war sehr zeitaufwendig und wir mussten mit einfacheren Programmen beginnen, bevor wir das eigentliche Projekt starten konnten.

Wir hatten auch Probleme bei dem Bau, da es nicht einfach war, Glasplatten zurechtzusägen und so zusammenzukleben, dass keine Spuren sichtbar sind. Mit einigen Korrekturen ist jedoch auch das nach einiger Zeit gelungen.

Außerdem wäre die Gestaltung der Anbaufläche ohne die zusätzliche Fläche auch schwierig gewesen.

Zusammenfassung

Insgesamt blicken wir auf einen erfolgreichen Spieltag zurück. Wir haben Spaß gehabt, viel neues gelernt und unsere Ziele erreicht.

Auf unserer Anbaufläche wird auf Nachhaltigkeit, soziales Engagement und sinnvollen Einsatz der Technik besonderen Wert gelegt: Hier werden Nahrungsmittel wasser- und platzsparend vor Ort angebaut, Menschen können sich integrieren und Technik wird als sinnvolles Hilfsmittel eingesetzt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Sonstige Quellen:

https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/konsum-produkte/gruene-produkte-marktzahlen#marktanteile-grner-produkte-noch-ein-weiter-weg-zum-ziel

https://www.bundesumweltministerium.de/media/so-viele-menschen-fuehlen-sich-mit-der-natur-verbunden

https://www.zdfheute.de/wissen/mensch-natur-entfremdung-biodiversitaet-100.html

https://hydrotower.de/pages/faq

https://pflanzenfabrik.de/hydroponik-pflanzen/#Geeignetes_Fruchtgemuse

https://www.mdr.de/wissen/lebensmittel-transportwege-emissionen-klima-100.html

https://www.zumex.com/de/unternehmen-2/supermarkte/

https://www.tafel.de

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