Spieltag 4 – Die Kurzschlussexperten

Spieltagsaufgabe und Ziele
Deshalb haben wir den FoodConnect SmartHub entwickelt. Er ist kein einzelnes App-Mockup, sondern ein digitaler Werkzeugkasten für verschiedene Bereiche unseres Marktes.
Unser Ziel ist es, den Markt einfacher, übersichtlicher, nachhaltiger und besser organisiert zu machen. Dabei betrachten wir Kundschaft, Personal, Produktion, Lieferkette und den sozialen Treffpunkt Markt.
Der SmartHub besteht aus mehreren digitalen Werkzeugen: einer Web-App mit Bestell- und Abholsystem, einer Produktübersicht, einem digitalen schwarzen Brett, Rezept-QR-Codes, Telemetrie-Anzeigen und einem 4-Zoll-Display als Interface am Modell. Im Modell werden dazu Beleuchtung, automatische Türen, Aufzug, Tiefgarage, Elektronik-Kühlung und ein automatisch bewegter Einkaufswagen sichtbar.
Wichtig sind die Personas aus Spieltag 4: Hildegard soll Lebensmittel online bestellen und dadurch Wege sparen. Meera soll vor dem Einkauf sehen, welche Produkte verfügbar sind und wo sie im Markt liegen. Renita soll über ein digitales schwarzes Brett Kontakte, Kochkurse und lokale Angebote finden. Gleichzeitig hilft der SmartHub dem Personal, Produkte gezielter zu bewerben, Verschwendung zu reduzieren und Abläufe besser zu planen.
Vorgehensweise
User Case 1: Hildegard möchte Zeit und Kraft sparen. Sie ist nicht mehr gut zu Fuß. Über die Web-App kann sie Produkte auswählen, bestellen und eine Abholzeit planen. Später wäre auch Lieferung möglich. So kann sie frisch einkaufen, ohne lange durch den Markt laufen zu müssen.
User Case 2: Meera möchte ihren Einkauf vorher planen. Die Web-App zeigt, welche Produkte verfügbar sind und in welchem Bereich sie liegen. So erkennt sie schon zu Hause, ob sich der Weg lohnt. Im Markt helfen zusätzlich das 4-Zoll-Display und Orientierungshinweise.
Community Case: Renita sucht Anschluss im Ort. Über das digitale schwarze Brett findet sie Kochkurse, gemeinsames Gärtnern, lokale Angebote oder kleine Gesuche. So unterstützt der SmartHub auch den sozialen Gedanken des FoodConnect-Markts.
Employee Case: Das Personal möchte Lebensmittel besser verkaufen und retten. Wenn bestimmte Produkte bald ablaufen oder zu wenig gekauft werden, kann das Personal sie im System als "Heute retten" markieren. Daneben können Rezeptideen mit QR-Code angezeigt werden. So werden Produkte attraktiver, bevor sie weggeworfen werden müssen. Beispiel: Wenn Pak Choi, Kürbis oder Kräuter aus der Anbaufläche nicht schnell genug verkauft werden, zeigt das System passende Rezepte an.
Production Case: Die Anbaufläche wird besser eingebunden. In der Web-App oder am Display kann angezeigt werden, welche Kräuter oder Pflanzen gerade wachsen, frisch geerntet wurden oder bald verfügbar sind. Dadurch wird die Produktion nicht vom Markt getrennt, sondern direkt mit Verkauf und Information verbunden.
Supplier Case: Nachschub und Lieferkette werden planbarer. Der SmartHub soll nicht unkontrolliert automatisch neue Ware bestellen. Stattdessen zeigt er dem Personal, wenn ein Produkt knapp wird, sich schneller verkauft als erwartet oder bald ausverkauft sein könnte. Das System kann dann eine Nachbestellung, eine Ernte aus der Anbaufläche oder eine stärkere Bewerbung vorschlagen. Die Entscheidung bleibt beim Personal. So werden Fehlbestellungen vermieden, Regale besser gefüllt und Produkte nicht unnötig überbestellt. Direkt am Modell setzen wir den SmartHub durch ein 4-Zoll-Display als Außen-Interface um. Es zeigt Informationen, Angebote, Statusmeldungen und Orientierung. Der automatisch bewegte Einkaufswagen wird mit einem 2-Achsen-Arm und Magneten unter der Platte bewegt. Er zeigt, wie digitale Technik den Einkauf unterstützen kann. Auch die vorherigen Personas werden eingebunden: Simone profitiert von Abholung und weniger Stress, Alma von automatischen Türen, Aufzug und digitaler Bestellung, Elias von klarer Struktur.
Joshua erkennt die Verbindung von Technik und Gewächshaus, Amira kann Ernte- und Kochaktionen organisieren, und Jonas sieht durch Sensorik und Telemetrie, wie Technik den Markt unterstützt.
Herausforderungen
Technisch war besonders die Elektronik unter der Platte schwierig. Viele Bauteile, Kabel und Steuerungen müssen eng zusammen funktionieren. Gleichzeitig muss das Modell stabil und transportierbar bleiben. Dafür haben wir auch eine Elektronik-Kühlung vorgesehen.
Eine weitere Schwierigkeit war das Budget. Viele Teile mussten neu gekauft werden, weil durch den Brand an unserer Schule nicht mehr alles vorhanden war. Dadurch mussten wir genauer überlegen, welche Bauteile wirklich wichtig sind. Bei 3D-Drucken rechnen wir möglichst nur erfolgreich verbautes Material an, nicht automatisch ganze Filamentrollen oder Ausschuss.
Ausserdem mussten wir lernen, unsere Idee stärker aus verschiedenen Perspektiven zu erklären. Am Anfang haben wir vor allem aus Kundensicht gedacht. Durch die Use Cases wurde klarer, dass der SmartHub auch Personal, Produktion, Lieferkette und Gemeinschaft unterstützt. Als nächsten Schritt möchten wir die Idee einer Person aus dem Einzelhandel vorstellen, um Rückmeldung zu echten Marktprozessen zu bekommen.
Zusammenfassung
Der SmartHub unterstützt mehrere Perspektiven: Kundinnen und Kunden können Produkte ansehen, Bestellungen planen, Rezepte abrufen und sich besser orientieren. Das Personal kann Produkte gezielter bewerben, Aktionen vorbereiten und Lebensmittelverschwendung reduzieren.
Die Anbaufläche wird durch digitale Anzeigen stärker mit dem Verkauf verbunden. Auch Lieferkette und Nachschub werden durch Produktstatus und Bestandsübersicht besser planbar.
Der soziale Gedanke wird durch das digitale schwarze Brett verstärkt: Kochkurse, gemeinsames Gärtnern, lokale Angebote oder Spendenaktionen machen den Markt zu einem Ort für Begegnung und Gemeinschaft.
Für uns war dieser Spieltag der bisher komplexeste, weil wir ein ganzes System erklären mussten.
Im Vergleich zu den ersten Spieltagen haben wir gemerkt, dass Technik nur dann überzeugt, wenn sie ein klares Problem löst. Dadurch schauen wir inzwischen anders auf Supermärkte: Hinter einem Einkauf stecken nicht nur Produkte und Regale, sondern auch Planung, Lieferketten, Personal, Nachhaltigkeit und soziale Begegnung.
Als Ausblick könnte später auch KI eine Rolle spielen. KI könnte aus Verkaufszahlen, Beständen und Wetterdaten Vorschläge machen, welche Produkte bald stärker nachgefragt werden, welche Lebensmittel schneller verkauft werden sollten oder welche Rezepte zu vorhandenen Zutaten passen. Wichtig wäre uns aber, dass KI nur unterstützt und keine wichtigen Entscheidungen allein trifft.
Unser Fazit: Der FoodConnect SmartHub macht unseren Markt smarter, aber nicht unpersönlicher. Er hilft beim Einkaufen, bei Organisation, Nachhaltigkeit und sozialem Austausch. Dadurch passt er direkt zur Spieltagsaufgabe und ergänzt unser bisheriges Modell sinnvoll.
Quellen:





