Spieltag 4 – Tönisvorster Think Tank

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Spieltagsaufgabe und Ziele

Ein FoodConnect-Markt, der nicht nur analog nachhaltig ist, sondern auch online etwas zu bieten hat. Das war die Vision dieses Spieltages. Durch Tools wie eine App, Website oder ein analog-digitales Interface sollte unser Markt digitaler werden und ein besseres Einkaufserlebnis für unsere Kunden bieten. Daher haben wir uns als erstes die Persona angeschaut und ihre Bedürfnisse herausgearbeitet. Hildegard wünscht sich eine Möglichkeit, Waren nach Hause geliefert zu bekommen, Meera möchte online einsehen können, welche Produkte grade auf Lager sind und Renita wünscht sich, online Informationen über lokale Angebote wie Kurse oder Veranstaltungen erhalten zu können. Diese Bedürfnisse wollen wir in unserer App berücksichtigen.

Zudem sollte die Lösung zu unserem FoodConnect-Markt passen und ihn zu einem nachhaltigeren Ort für Mensch und Umwelt machen.

Vorgehensweise

Da wir die Wünsche der Persona bereits definiert hatten, stand die Basis unseres Konzeptes bereits. Wir haben die Wünsche noch mit eigenen Ideen und Konzepten ergänzt und haben folgendes Gesamtkonzept entwickelt, das wir umsetzen wollen:

1.        Was ist vorhanden? In unserer App wird nicht nur angezeigt welche Lebensmittel grade zum Verkauf stehen (Meera), sondern es gibt eine Übersicht zu jedem Lebensmittel mit Informationen wie den Nährwerten oder woher es kommt. So kann man zum Beispiel erkennen, welche Lebensmittel direkt im Markt angebaut werden. Darüber hinaus findet sich in der App eine Karte des Marktes, in der man sieht, wo die Lebensmittel zu finden sind.

2.        Wie kann man online Lebensmittel kaufen? Unsere App bietet die Möglichkeit, direkt online Lebensmittel zu bestellen. Diese kann man entweder abholen oder sich liefern lassen (Hildegard).

3.        Wie kommt man in sozialen Kontakt? Die App verfügt über eine Übersicht an vorhandenen Kursen, Veranstaltungen und Gruppen und zugehörigen Informationen (Renita). Man hat ebenfalls die Möglichkeit in Kontakt zu treten, entweder über die App oder über andere Messanger. Durch das Erstellen eines Accounts kann man sich in den verschiedenen Angeboten anmelden. 

Dieses gesamte Konzept besteht nicht nur aus einer App, sondern aus mehreren verschiedenen Aspekten, die im ganzen Markt vorhanden sind. Überall im Markt verteilt befinden sich digitale Infotafeln, die Informationen zu aktuellen Veranstaltungen, Kursen, dem Gewächshaus und Lebensmitteln anzeigen und ähnlich wie die App funktionieren. Mithilfe eines Accounts kann man sich auch an den Infotafeln einloggen und alle persönlichen Informationen erhalten.

Die ganze digitale Organisation läuft über einen Technikraum ab, in dem alle Techniken zusammenlaufen. Sowohl die Angaben zu den Lebensmitteln, die in der App angezeigt werden als auch die online Bestellung von Lebensmittel wird hier organisiert. Ebenfalls findet sich hier die Programmierung des Feueralarms und der Sensoren für das Gewächshaus aus Spieltag 3. Der Raum wird dauerhaft von einem Mitarbeiter überwacht, um bei eventuell auftretenden Fehlern direkt eingreifen zu können. 

Die eben erwähnte online Bestellung der Lebensmittel machte für uns einen sehr wichtigen Aspekt des Spieltages aus, da wir vor allem Menschen wie Hildegard, die nicht mehr gut analog einkaufen können, eine Möglichkeit bieten wollen, unseren Markt wie alle anderen Menschen auch nutzen zu können. Die Barrierefreiheit, die für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Kinderwagen schon analog in Form von beispielsweise breiten Gängen und Drehtüren gegeben ist, wird nun auf eine digitale Form erweitert. Hierfür haben wir ein mögliches Bestellsystem für Lebensmittel geplant. Für das System haben wir uns am Beispiel der Firma Picnic orientiert. Dabei können die Lebensmittel direkt in unserer App bestellt werden und werden direkt mithilfe unserer Paternoster-Regale aus Spieltag 2 im Keller verpackt und bereit für die Lieferung in den Fahrzeugen verstaut. Mehrmals täglich werden die Waren dann ausgefahren, sodass sie noch am selben Tag bei den Kunden ankommt.

Viele Aspekte des Bestellsystems in dieser Form machen es nachhaltig:

-              Auch Menschen, die nur noch schwer im Markt einkaufen gehen können, haben die Möglichkeit, regionale Lebensmittel zu kaufen und damit zu kochen (soziale Nachhaltigkeit).

-              Die Fahrzeuge, die die Waren ausfahren, sind kleine E-Autos, die zu 100% elektrisch betrieben werden. Der Strom dafür kommt aus den Solarzellen, und kostet den Markt nichts (ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit).

-              Am Anti-gaspillage-Gesetz aus Spieltag 2 orientiert, bestehen die Verpackungen für die Lebensmittel nicht aus Einwegplastik, sondern aus vollständig recyceltem Material. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, Lebensmittel zu kaufen, die nicht mehr zu 100% frisch sind, aber trotzdem noch zum Verzehr geeignet sind. Diese sind auch entsprechend billiger (ökologische Nachhaltigkeit).

-              Die Jobs, die innerhalb des Systems vorhanden sind, sind oft als Nebenjob ausführbar. Diese Jobs, wie das Verpacken und das Ausfahren der Lebensmittel sind perfekt geeignet für zum Beispiel Schüler und Studenten, die sich etwas dazu verdienen wollen (ökonomische und soziale Nachhaltigkeit). 

Als nun der Plan für das Konzept stand, ging es an die reale Umsetzung. Dabei ging es vor allem um das Bauen am Modell und das Programmieren eines funktionierenden Prototyps der App.

Im Modell wurde erst einmal der Technikraum, der die ganze Technik zentralisiert steuert, gebaut. Die Sensorik haben wir zuerst dort untergebracht. Von dort aus haben wir dann digitale Infotafeln überall im Markt verteilt. Als nächstes ging es darum, die Verteilung der Lebensmittel umzusetzen. Diese sollte hauptsächlich im Keller stattfinden, wo auch die Fahrzeuge beladen und losfahren sollten. Wir haben also zuerst die Einfahrt zum Keller für die Fahrzeuge gebaut. Um einen solchen Keller, in dem Autos ein- und ausfahren umweltfreundlich (ökologisch nachhaltig) zu gestalten, haben wir neben den E-Autos, auf folgende Aspekte gesetzt:

-              nachhaltiges Bauen mit nachhaltigen Materialen wie CO2-reduziertem Beton

-              ausgeweitete Begrünung der Dach- und Wandflächen

-              ein effizientes, mit Sensoren gesteuertes, Beleuchtungssystem, das ebenfalls im Technikraum gesteuert wird

Im Keller finden sich nun ebenfalls E-Ladesäulen, die den Strom aus den Solarzellen beziehen, und Parkplätze für die E-Autos.

Zusätzlich zu dem Verteilungssystem der Waren haben wir den Bereich, der für die lokalen Landwirte reserviert ist, mit Leben gefüllt. Es sind nun Stände vorhanden, in denen Waren angeboten werden können. Außerdem haben die Landwirte die Möglichkeit in das digitale System miteingebunden zu werden und ihre Waren auch online zu verkaufen und zu bewerben (Stärkung der regionalen Wirtschaft, ökonomische Nachhaltigkeit).

 

Für den größten Teil der realen Umsetzung dieses Spieltags ging es für uns jetzt an das Programmieren einer App für den FoodConnect-Markt. Bereits in der letzten Science League Saison haben wir eine App mit Goodbarber programmiert und haben uns auch dieses Jahr dazu entschieden, das Programm zu verwenden. Unsere programmierte App enthält Möglichkeiten zur Bestellung und Übersichten über Lebensmittel, Veranstaltungen und den Markt selbst.

In unserem Video erklären wir die App näher.

Herausforderungen

Unsere größte Herausforderung war mal wieder der Kampf gegen die Zeit. Wir haben relativ spät richtig mit dem Spieltag angefangen und haben uns dann erst einmal auf das Konzept fokussiert. Dadurch war die Umsetzung am Ende etwas schwieriger.

Im Modellbau gab es ebenfalls wieder Herausforderungen zu bewältigen. Zum einen haben wir noch keine klare Lösung für die Paternoster-Regale gefunden, die über 2 Stockwerke, Keller und Erdgeschoss verlaufen sollen. Zum anderen war die zentrale Organisation des Technikraums kompliziert. Schließlich haben wir jedoch eine geeignete Stelle für ihn im Keller gefunden und haben es geschafft die Technik in ihn zu leiten.

Beim Programmieren der App gestaltete es sich als schwierig ein Layout zu finden, in welchem man mit unserem Programm alle Aspekte, die wir berücksichtigen wollten, unterbringen kann. Letztendlich ist es uns gelungen, die Übersicht über den Markt und den Plan des Gewächshauses neben den anderen Aspekten doch noch miteinzubringen, indem wir kein klassisches Layout für einen Plan verwendeten, sondern lediglich ein Foto und dieses bearbeiteten.

Zusammenfassung

Insgesamt ist der Spieltag für uns ein Erfolg. Wir haben ein komplettes System entwickelt, dass eine Übersicht über alle Lebensmittel, online Bestellung und Verteilung, Kommunikation und Informationen über soziale Angebote vereint. Alle Aspekte werden übersichtlich in einer App dargestellt und angeboten und im Modell zentral über einen Technikraum gesteuert.

Sowohl ökologisch, ökonomisch und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit haben wir in unserer Planung des Gesamtkonzeptes sowie der einzelnen Systeme berücksichtigt und im Modell umgesetzt.

Die Bedürfnisse der Persona haben wir erfüllt, indem wir für Hildegard ein komplettes online Buchungssystem entwickelt haben, für Meera eine Übersicht über die Lebensmittel in der App integriert haben und für Renita die Möglichkeit, soziale Kontakte und Angebote zu finden geschaffen haben.

Unser FoodConnect-Markt ist nach diesem Spieltag um einiges smarter, digitaler und bürgernäher geworden und vereinfacht den Einkauf um einiges.

Quellen:

-              https://meinfrankreich.com/anti-gaspi-frankreichs-bekaempft-verschwendung/

-              https://www.dgnb.de/de/akademie/weiterbildungen-zum-nachhaltigen-planen-und-bauen/kompaktkurs-grundlagen-des-nachhaltigen-bauens?/?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=akademie-gdnb&gad_source=1&gad_campaignid=23546928942&gbraid=0AAAAADnPq9Yd7vfLLx-tjWVK1rjHtPWOQ&gclid=EAIaIQobChMI3sXIn8-zlAMVo5tQBh0jIw0mEAAYASAAEgKANfD_BwE

 

Bilder App:

-              https://www.mydays.de/kulinarische-geschenke/bayerischer-kochkurs-muenchen/p/6geja?srsltid=AfmBOop1… (Kochkurs)

-              https://www.krautundrueben.de/gartenstarter (gärtnern)

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