Spieltag 4 – Leben Hayat

Spieltagsaufgabe und Ziele
Am vierten Spieltag der zdi-Science League stand die digitale Organisation des FoodConnect-Marktes im Mittelpunkt. Ziel war es, ein digitales Werkzeug zu entwickeln, das unseren Markt sinnvoll ergänzt und die Organisation von Verteilung, Bestellung und Verkauf unterstützt.
Für uns war schnell klar, dass digitale Technik in unserem Konzept keine Zusatzfunktion ist, sondern ein zentraler Bestandteil des gesamten Systems. Bereits in den vergangenen Spieltagen hatten wir mit unserem zentralen Lager- und Logistiksystem sowie der Vertical-Aquaponics-Farm die Grundlage geschaffen. Nun ging es darum, diese Bereiche intelligent miteinander zu verbinden.
Unser Ziel war deshalb die Weiterentwicklung unserer bereits begonnenen Web-App zu einer zentralen Steuerungs- und Informationsplattform für den gesamten FoodConnect-Markt. Besucherinnen und Besucher sollen damit nicht nur Informationen erhalten, sondern aktiv mit dem Markt interagieren können. Gleichzeitig unterstützt die Software die Organisation hinter den Kulissen und hilft dabei, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, Abläufe effizienter zu gestalten und Ressourcen besser zu nutzen.
Zusätzlich wollten wir die bauliche Umsetzung unseres Modells weiter voranbringen. Deshalb haben wir in diesem Spieltag große Fortschritte beim Bau des Gebäudes erzielt und die beiden Hauptebenen unseres Modells fertiggestellt.
Vorgehensweise
Fertigstellung der Gebäudestruktur
Ein großer Schwerpunkt dieses Spieltags war die praktische Umsetzung unseres Modells. Die Gebäudeteile wurden größtenteils mit dem 3D-Drucker gedruckt und anschließend zusammengesetzt.
Dabei haben wir:
das Untergeschoss (UG) fertig aufgebaut
das Erdgeschoss (EG) konstruiert
Wände und tragende Elemente montiert
Verbindungen zwischen Lager, Markt und Farm geschaffen
erste sichtbare Logistikwege integriert
Besonders wichtig war uns die klare Trennung der verschiedenen Funktionsbereiche. Das Untergeschoss bildet weiterhin das technische Zentrum mit Lager, Logistik und Warenannahme. Im Erdgeschoss entsteht die öffentliche Marktfläche als Ort für Einkauf, Begegnung und Information.
Beim Bau mussten viele Bauteile präzise angepasst und zugeschnitten werden. Dafür kamen verschiedene Werkzeuge zum Einsatz. Besonders das Sägen und Anpassen der Materialien erforderte exaktes Arbeiten, damit die Konstruktion stabil bleibt und gleichzeitig transportfähig ist.
Weiterentwicklung unserer digitalen Lösung
Unsere Web-App existierte bereits aus den vorherigen Spieltagen, wurde nun jedoch deutlich erweitert und verbessert. Das Feedback der Jury haben wir ernst genommen und unsere digitale Lösung stärker an den Bedürfnissen echter Nutzerinnen und Nutzer orientiert.
Die App dient jetzt als digitales Herzstück des FoodConnect-Marktes. Sie verbindet Markt, Farm, Lager und Besucher miteinander.
Die wichtigsten Funktionen unserer digitalen Lösung sind:
Anzeige verfügbarer Lebensmittel in Echtzeit
Übersicht über den aktuellen Wachstumsstand der Pflanzen
Informationen zur nächsten Ernte
digitale Reservierung von Produkten
Benachrichtigungen bei frischen Ernten
Anzeige nachhaltiger Herkunfts- und Produktionsdaten
Unterstützung der Lager- und Warenorganisation
Die Daten stammen direkt aus der Aquaponik-Farm. Sensoren messen Feuchtigkeit, Temperatur und Wachstumsbedingungen. Diese Informationen werden automatisch verarbeitet und in der App dargestellt. Dadurch entsteht ein transparentes System, bei dem Besucherinnen und Besucher nachvollziehen können, wo ihre Lebensmittel herkommen und wann sie geerntet wurden.
Zusätzlich hilft die Software dabei, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Produkte können gezielt reserviert werden, bevor Überschüsse entstehen. Gleichzeitig lassen sich Erntemengen besser planen.
Verbindung von Technik und Mensch
In den vergangenen Spieltagen wurde deutlich, dass unser Projekt technisch sehr stark war, die menschliche Ebene jedoch stärker sichtbar werden sollte. Deshalb haben wir unsere digitale Lösung bewusst so gestaltet, dass sie Menschen verbindet und nicht nur Daten anzeigt.
Unsere App soll nicht nur eine Verwaltungssoftware sein, sondern ein Werkzeug für Gemeinschaft und Transparenz.
Besucherinnen und Besucher können:
den Weg der Lebensmittel nachvollziehen
freie Produkte reservieren
Informationen über Nachhaltigkeit erhalten
Veranstaltungen und Ernteaktionen sehen
direkt mit dem Markt interagieren
Dadurch entsteht ein Markt, der nicht nur effizient arbeitet, sondern auch Wissen vermittelt und Menschen aktiv einbindet.
Berücksichtigung der Personas
Hildegard
Hildegard profitiert besonders von der übersichtlichen Gestaltung der App. Die einfache Benutzeroberfläche erleichtert den Zugang zu Informationen und Reservierungen. Durch klare Anzeigen und strukturierte Abläufe wird der Einkauf verständlicher und stressfreier.
Meera
Meera interessiert sich vor allem für Nachhaltigkeit und Transparenz. Sie kann über die App sehen, wo Lebensmittel produziert wurden, wie viel Wasser eingespart wird und welche Produkte aktuell regional angebaut werden. Besonders die Verbindung zur Aquaponik-Farm unterstützt ihren Wunsch nach bewusster Ernährung.
Renita
Renita begeistert sich besonders für die technischen Funktionen des Marktes. Sensorik, Echtzeitdaten und die Verbindung zwischen Lager, Farm und Verkaufsfläche machen für sie sichtbar, wie moderne Technologie nachhaltige Städte unterstützen kann.
Weiterentwicklung des Förderbandsystems
Auch unser Förderbandsystem wurde in diesem Spieltag weiterentwickelt. Es verbindet weiterhin das zentrale Lager mit Markt und Farm und stellt den automatisierten Warenfluss dar.
Das Förderband transportiert:
geerntete Lebensmittel aus der Farm
Waren aus dem Lager
Produkte direkt in die Verkaufsbereiche
Dadurch entstehen kurze Transportwege, weniger Zwischenlagerung und eine effizientere Verteilung.
Herausforderungen
Herausforderungen
Die größte Herausforderung dieses Spieltags war die Verbindung von digitaler Technik und physischem Modellbau. Viele Ideen funktionierten theoretisch gut, mussten aber praktisch an den begrenzten Maßstab angepasst werden.
Besonders schwierig waren:
die Integration der digitalen Lösung in das bestehende Konzept
die übersichtliche Gestaltung der App
die stabile Konstruktion der Gebäudeteile
die Darstellung technischer Abläufe im kleinen Maßstab
die Verbindung zwischen Mensch, Technik und Nachhaltigkeit
Außerdem mussten wir darauf achten, dass unser Modell trotz der vielen technischen Komponenten verständlich und nicht überladen wirkt.
Zusammenfassung
Der vierte Spieltag war für unser Projekt ein wichtiger Schritt, um Technik, Architektur und digitale Organisation zu einem gemeinsamen System zu verbinden.
Mit der Fertigstellung großer Gebäudeteile, dem Aufbau von Untergeschoss und Erdgeschoss sowie der Weiterentwicklung unserer Web-App wächst unser FoodConnect-Markt immer stärker zu einem funktionierenden Zukunftskonzept zusammen.
Besonders wichtig war uns dabei, das Feedback der vergangenen Spieltage aktiv umzusetzen. Unsere digitale Lösung dient nicht nur der Organisation, sondern unterstützt Transparenz, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft.
Die Grundlagen aus Spieltag 2 – das zentrale Lager- und Logistiksystem – und die nachhaltige Aquaponik-Farm aus Spieltag 3 bleiben weiterhin das Herzstück unseres Projekts. In Spieltag 4 haben wir diese Systeme nun digital miteinander verbunden und damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung eines intelligenten, nachhaltigen und gemeinschaftlichen Einkaufszentrums der Zukunft gemacht.






