Spieltag 2 – Eco-food Collective

Spieltagsaufgabe und Ziele
Am 2. Spieltag der Science League drehte sich alles um das Thema „Nachhaltiger Supermarkt als Modell“. Damit knüpft die Aufgabe direkt an das übergeordnete Saisonthema Nachhaltigkeit und Zukunftsgestaltung an. Es ging nicht nur darum, ein Gebäude zu bauen, sondern ein durchdachtes Konzept zu entwickeln: Wie kann Einkaufen umweltfreundlich, sozial gerecht und für alle Menschen zugänglich gestaltet werden? Nachhaltigkeit bedeutet für uns dabei mehr als nur Bio-Produkte – es geht um Ressourcenschonung, Barrierefreiheit, durchdachte Raumplanung und stressfreies Einkaufen für unterschiedliche Bedürfnisse.
Vorgehensweise
Unsere Zielsetzung war klar: Wir wollten einen Supermarkt entwerfen, der sowohl nachhaltig als auch familienfreundlich und barrierefrei ist. Besonders wichtig waren uns dabei die Perspektiven unserer Personas. Simone (34), die als Erzieherin mit Kinderwagen einkaufen geht, wünscht sich breite Wege und eine entspannte Atmosphäre. Alma (42), die im Rollstuhl sitzt, ist auf echte Barrierefreiheit angewiesen – niedrige Regale, gut erreichbare Kassen und ausreichend Platz zum Manövrieren. Elias (29), Innenarchitekt, legt Wert auf eine klare Struktur und eine logische Anordnung der Produkte. Die Herausforderung bestand darin, all diese Bedürfnisse in einem einzigen Modell zu vereinen. Zusätzlich hatten wir mit Zeitproblemen zu kämpfen und fanden keine offiziellen Sponsoren. Unsere kreative Lösung: Einige Gruppenmitglieder brachten private Spenden und Materialien mit. Alle verwendeten Materialien waren recycelt – so blieb unser Projekt auch beim Bau nachhaltig. Unsere Projektidee ist ein nachhaltiger Supermarkt, der von Anfang an für alle Menschen mitgedacht ist. Das Herzstück bildet ein offener Bereich in der Mitte mit einer Obst- und Gemüsetheke. Dieser zentrale Platz sorgt für Übersichtlichkeit und kurze Wege. Von dort aus sind die verschiedenen Abteilungen logisch angeordnet, sodass Kundinnen und Kunden intuitiv durch den Markt geführt werden. Die klare Struktur hilft besonders Menschen wie Elias, die Wert auf Ordnung und schnelle Orientierung legen.Ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts sind breite Gänge, die sowohl für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer als auch für Eltern mit Kinderwagen ausreichend Platz bieten. So wird Einkaufen nicht zum Hindernislauf, sondern zu einem angenehmen Erlebnis. Für Familien wie die von Simone haben wir zusätzlich einen Kinderbereich mit Betreuung und einer kleinen Spielecke geplant. So können Eltern in Ruhe einkaufen, während ihre Kinder sicher beschäftigt sind. Direkt daneben gibt es einen Abstellbereich für Kinderwagen. Außerdem bieten wir normale Einkaufswagen sowie kleine Kindereinkaufswagen an, damit Kinder spielerisch eingebunden werden können.Auch das Thema Nachhaltigkeit spiegelt sich in unserem Konzept wider. Kundinnen und Kunden können viele Produkte wie Müsli, Nüsse oder Getränke selbst abfüllen und wiederverwendbare Verpackungen nutzen. Digitale Kassenbons sparen Papier, und durch eine durchdachte Beleuchtung wird Energie effizient eingesetzt. Zusätzlich setzen wir auf Bio-Produkte, eine Fleischtheke, eine Bäckerei sowie auf ein ausgewähltes Angebot an veganen Alternativen. So verbinden wir ökologische Verantwortung mit einem modernen Einkaufserlebnis. Die Skizze zeigt einen nachhaltigen Supermarkt. In der Mitte gibt es einen offenen Bereich mit Bio-Produkten und Stationen, an denen man Lebensmittel ohne Verpackung abfüllen kann. Obst und Gemüse stammen teilweise aus einem Gewächshaus, in dem man auch selbst mithelfen oder ernten kann. Außerdem gibt es eine Fleischtheke, eine Bäckerei sowie vegane Produkte. Für Kinder ist ein eigener Bereich mit Betreuung geplant, während Erwachsene im Café oder in einem Workspace sitzen können. Der Markt legt großen Wert auf Umweltschutz, zum Beispiel durch Solaranlagen, Fahrradständer und die Rückgabe von Verpackungen.
Das Besondere an unserem Supermarkt ist, dass wir auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen eingehen und den Einkauf für jeden einfach und entspannt gestalten wollen. Hinzu kommt, dass wir das Obst und Gemüse, das wir verkaufen, selbst anbauen. Dabei können die Kundinnen mithelfen, zum Beispiel beim Gießen oder Ernten. Wenn sie beim Ernten helfen, können sie die Produkte anschließend direkt an den Selbstbedienungskassen kaufen. Der Vorteil daran ist, dass unsere Kund*innen sehen, woher die Produkte kommen, die sie kaufen, und wissen, wie diese angebaut werden.
Herausforderungen
Während unserer Gruppenarbeit sind auch einige Probleme aufgetreten. Zum einen hatten wir Zeitdruck, da wir unser Modell in einem begrenzten Zeitraum planen und umsetzen mussten. Dadurch mussten wir manche Ideen vereinfachen oder ganz weglassen. Zum Beispiel fiel es uns schwer, ein Technisches Element zu entwickeln. Zuerst wollten wir eine selbst öffnende Tür oder Lichter mit Schalter einbauen. Schließlich haben wir uns für eine modelhafte Solarbeleutung entschieden und den Fokus stattdessen auf die Bedürfnisse der Persona gelegt. Zum anderen war es schwierig, Sponsoren oder zusätzliche finanzielle Unterstützung zu finden. Das hat uns vor Herausforderungen bei der Materialbeschaffung gestellt. Trotzdem haben wir als Team gut zusammengearbeitet und kreative Lösungen gefunden, indem wir private Spenden genutzt und ausschließlich recycelte Materialien verwendet haben.
Zusammenfassung
Abschließend können wir sagen, dass der 2. Spieltag uns gezeigt hat, wie wichtig Teamarbeit, Kreativität und gutes Zeitmanagement sind. Trotz einiger Herausforderungen ist es uns gelungen, ein nachhaltiges, barrierefreies und familienfreundliches Supermarkt-Modell zu entwickeln. Wir sind stolz auf unser Ergebnis und haben gelernt, dass nachhaltige Lösungen nur dann wirklich zukunftsfähig sind, wenn sie an alle Menschen denken.



