Spieltag 3 – Just Another Genius

Spieltagsaufgabe und Ziele
Willkommen in der Zukunft der Ernährung: Unser „FoodConnect“-Markt
Wie sieht der Supermarkt von morgen aus? In den vergangenen Wochen haben wir intensiv an einer Antwort auf diese Frage gearbeitet und unser Modell des „FoodConnect“-Markts entwickelt. Unser Ziel war es, einen Ort zu erschaffen, der Lebensmittel nicht nur anbietet, sondern sie direkt vor Ort nachhaltig und ressourcenschonend produziert. Im Rahmen der aktuellen Spieltagsaufgabe haben wir uns der spannenden Herausforderung gestellt, innovative Konzepte wie vertikale Landwirtschaft, Aquaponik und urbane Dachgärten auf engstem Raum miteinander zu kombinieren. Wie genau wir diese Ideen in unserem Modell umgesetzt haben, welche Pflanzen bei uns wachsen und welche Hürden wir auf dem Weg überwinden mussten, erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Am Ende des Spieltags soll bereits im Modell erkennbar sein, was bei uns wächst. Auch wenn es zunächst nur Keimlinge sind, wird sichtbar, wie unser „FoodConnect“-Markt eigene Lebensmittel produziert. Dieses Thema ist für uns besonders spannend, da es verdeutlicht, wie wichtig eine nachhaltige Ernährung für unsere Zukunft ist. Gleichzeitig lernen wir, wie viel Planung, Technik und Teamarbeit hinter dem Anbau von Lebensmitteln stecken.
Unser Ziel ist es, eine eigene nachhaltige Anbaufläche direkt in den Markt zu integrieren. Durch die Eigenproduktion von Lebensmitteln möchten wir zeigen, dass eine regionale und umweltfreundliche Versorgung auch auf kleiner Fläche erfolgreich umsetzbar ist.
Dafür haben wir zunächst recherchiert, welche Pflanzen sich für diesen begrenzten Raum eignen. Wichtige Kriterien waren ein geringer Wasser- und Platzbedarf, ein hoher Nährstoffgehalt sowie die Schonung der Bodenqualität. Besonders geeignet sind demnach Salat und Blattgemüse, Spinat, Erbsen, Bohnen, Karotten und Rote Bete.
Damit sich alle am Anbau beteiligen können, haben wir uns entschlossen, zusätzlich zum Gewächshaus einen Dachgarten zu integrieren. Neben privat nutzbaren Anbauflächen pflanzen wir dort Wild- und Ringelblumen. Diese fördern die Insektenvielfalt und tragen zu einem gesunden Ökosystem bei. Ergänzend planen wir, Bienenstöcke auf dem Dach aufzustellen: Die Bienen bestäuben unsere Pflanzen, und im Gegenzug können wir im Markt regionalen Honig verkaufen.
So berücksichtigen wir alle Wünsche der weiteren Persona.
Vorgehensweise
Unsere Projektidee ist ein Markt, der Lebensmittel nicht nur verkauft, sondern erlebbar macht, wie gesunde und nachhaltige Ernährung heute gelingen kann. Um dies im Modell realistisch darzustellen, haben wir einen Teil unseres Gewächshauses auf einer zusätzlichen Fläche von 0,25 Quadratmetern im Maßstab 1:9 nachgebaut. Der allgemeine Modellmaßstab von 1:45 hätte es nicht zugelassen, die zuvor recherchierten Pflanzen in unserem ins Gebäude integrierten Gewächshaus detailliert darzustellen.
Für eine optimale Ausnutzung des begrenzten Raums setzen wir auf vertikale Anbauflächen (Vertical Farming). Dieses System setzen wir sowohl im kleinen Maßstab im Gebäude als auch auf der größeren, ausgelagerten Fläche um.
Damit die vier übereinanderliegenden Beete für alle gut erreichbar sind, haben wir ein Rotationssystem eingebaut. Über den Beeten wird zudem ein automatisiertes Bewässerungssystem installiert. Sensoren erfassen Temperatur, Luft- und Erdfeuchtigkeit, die über ein Smart-Home-System überwacht werden.
Für ein besonders effizientes und nachhaltiges Pflanzenwachstum nutzen wir das Prinzip der Aquaponik: In einem integrierten Becken werden Fische gehalten, deren Kot das Wasser mit Nährstoffen anreichert. So werden unsere Pflanzen natürlich gedüngt und es entsteht ein geschlossener Kreislauf. Die Fische können wir später ebenfalls im Markt verkaufen. Um den Wasserverbrauch zu minimieren, fangen wir das Regenwasser vom Dach in einem Tank auf und nutzen es zur Bewässerung.
Während wir im kleinen Gewächshaus (1:45) maßstabsbedingt nur Kresse anbauen können, wachsen im fünffach größeren 1:9-Modell bereits echte Pflanzen wie Tomaten und Salat. In beiden Modellen haben die eingesäten Pflanzen bereits begonnen zu keimen.
Um aktiv gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen, sammeln wir Grünabfälle wie Möhrengrün oder Kohlrabiblätter in einer Verschenke-Station für Haustierbesitzer. Außerdem sollen erntereife Lebensmittel, die wir im eigenen Markt gerade nicht benötigen, an andere regionale Supermärkte weiterverkauft werden.
Parallel haben wir auch das Hauptmodell weiterentwickelt: Die Deckenplatte des Erdgeschosses ist nun mit Scharnieren und einer Gasdruckfeder ausgestattet, sodass sich das Gewächshaus aufklappen lässt und sicher in der gewünschten Höhe stehen bleibt. Mit dem Bau der oberen Etage haben wir ebenfalls begonnen.
Herausforderungen
Ein konzeptionelles Problem war die Erkenntnis, dass viele beliebte Produkte nicht regional angebaut werden können. Ein dauerhaftes Angebot würde permanente Importe und damit einen hohen CO2-Ausstoß bedeuten. Unsere Lösung: Wir setzen auf saisonale Highlights wie beispielsweise eine „Wassermelonen-Woche“ im Sommer. So erfüllen wir die Wünsche unserer Kundinnen und Kunden, müssen die Früchte aber nur punktuell importieren und bleiben insgesamt nachhaltig.
Eine weitere große Herausforderung zeigte sich im Bereich der Aquaponik. Unsere Recherchen ergaben, dass im Hochsommer oft nicht genügend Regenwasser zur Verfügung steht, um das System autark zu betreiben. Wir müssen in diesen Phasen auf zusätzliches Leitungswasser zurückgreifen und setzen daher verstärkt auf Pflanzen mit einem geringen Wasserbedarf.
Zusammenfassung
Dachgärten, urbane Gewächshäuser und Supermärkte mit regionalem Fokus existieren bereits. Unsere Lösung geht jedoch einen Schritt weiter: Wir vereinen all diese Aspekte in einem durchdachten Gesamtkonzept für die Ernährung der Zukunft. Durch kluge Aktionen wie die Themenwochen bleiben wir ökologisch nachhaltig, ohne an Kundenattraktivität einzubüßen.
Gleichzeitig schaffen wir durch die gemeinschaftlich nutzbaren Hochbeete im Gewächshaus und auf dem Dachgarten wichtige soziale Räume. Das gemeinsame Gärtnern stärkt den Zusammenhalt – und genau diese starke Gemeinschaft ist eine Grundvoraussetzung, um die ökologischen Herausforderungen der zukünftigen Lebensmittelversorgung erfolgreich zu meistern.
Unser Video zeigt Eindrücke von unserer praktischen Arbeit.
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