Spieltag 3 – The Final BrainCell

Spieltagsaufgabe und Ziele
An diesem Spieltag dreht sich alles um den Anbau von Lebensmitteln und wie wir diesen in unseren Markt integrieren. Dabei soll eine Anbaufläche entstehen, die nachhaltig, innovativ und platzsparend ist. Weiterhin ist unser Ziel, Technik und Nachhaltigkeit und Soziales zu verbinden, also wollen wir den Lebensmittelanbau sozial gestalten. Die zusätzliche Anbaufläche von 50x50cm wollen wir nutzen, um unser Anbaukonzept zu veranschaulichen.
Wie bereits erwähnt, wollen wir unsere Lieferketten so kurz wie möglich halten, um CO2 einzusparen. Zudem wollen wir Produkte saisonal anbieten. Neben einer Kooperation mit lokalen Bauern ist deshalb der Anbau im Markt selbst besonders interessant.
Wir nehmen uns vor, unser Konzept für die Aquaponik weiter auszuarbeiten und einen konkreten Plan zu erstellen. Außerdem planen wir die Darstellung im Modell.
Für den praktischen Anbau wollen wir uns über Vertical Farming informieren und dies im Modell darstellen.
Für die technische Umsetzung würden wir gerne eine App entwickeln, die unseren Kunden bei der Orientierung hilft und Angebote für unseren sozialen Raum abbildet. Da wir diese App ohnehin schon planen, wollen wir auch das Gewächshaus integrieren.
Auch hier beschäftigen wir uns mit den Wünschen unserer Kunden. Joshua wünscht sich, dass das Gewächshaus optisch passend in den Markt integriert ist. Wir wollen eine Symbiose aus Technik und Natur erzielen. Amira interessiert sich für die gesellschaftliche Nutzung des Gewächshauses, wodurch Anbau und Ernte gemeinschaftlich organisiert sind. Jonas wünscht sich eine sinnvolle technische Ausstattung der Anbaufläche. Hier kommt die App ins Spiel, die die Nutzung des Gewächshauses, des Marktes und unseres sozialen Raumes erleichtert.
Vorgehensweise
Unsere Aquaponik-Anlage ist ein Kreislauf, in dem wir mithilfe von Fischen Pflanzen anbauen. Wir haben uns dazu entschieden Karpfen zu nutzen, da sie robust und einfach zu pflegen sind. Die Ausscheidungen der Karpfen werden von Bakterien im Wasser in Nährstoffe umgewandelt, was den Pflanzen beim Wachstum hilft. Durch Pumpen ist das Wasser ständig in Bewegung und zirkuliert von den Fischtanks zu den Pflanzen. Wir planen dort Salat und Tomaten anzubauen, da sie sich perfekt eignen und häufig gekauft werden. So können wir frisches Gemüse anbieten. Unser Plan mit dem Filtern durch Muscheln haben wir verworfen, da die Bakterien das Wasser bereits genug reinigen.
In unserem Gebäude haben wir nur begrenzt Platz, da bereits die Verkaufsfläche und der soziale Raum eingeplant sind. Eine besonders platzsparende Anbau Alternative ist das Vertical Farming. Ein weiterer Vorteil dieser Anbauart ist ihr geringer Wasserverbrauch. Wasserverschwendung und Wasserverschmutzung sind Ursachen für die Umweltprobleme. Der Wasserverbrauch kann bis zu 95% sinken, im Vergleich zu konventioneller Landwirtschaft. Durch den geschlossenen Anbau ist außerdem möglich pestizidfreie Produkte anzubieten und der Ertrag ist größer als beim gewöhnlichen Anbau.
In unserem Markt lässt sich diese Farm perfekt in einem unserer Türme unterbringen, so ist die Farm vom Markt aus erreichbar, aber trotzdem räumlich von der Verkaufsfläche getrennt. Inspiriert von klassischen Gewächshäusern wollen wir auf Glaswände und ein Glasdach setzen. So sparen wir Energie für Licht und nutzen LEDs nur zur Unterstützung des Wachstums. Im Raum sind mehrere Ebene gestapelt, auf denen die Pflanzen in einer Nährlösung wachsen. Eine Pumpe sorgt dafür, dass diese zirkuliert. Für unsere Veranschaulichung nutzen wir eine Säulenform, da dies im kleinen Maßstab sinnvoller ist.
In unserem Gewächshaus planen wir vor allem Blattgemüse, wie Salate und Spinat, aber auch Kräuter, wie Basilikum oder Petersilie anzubauen. Diese eignen sich am besten für das Vertical Farming. Aber auch Kohlarten, Paprika und Erdbeeren können hier angebaut werden.
Damit das Gewächshaus auch in unser Marktkonzept passt, wollen wir es gemeinschaftlich gestalten. Hierzu planen wir einen Gemeinschaftsgarten, der Kunden dazu animiert mitzuhelfen und so am Anbau für ihre Nachbarschaft teilzunehmen. Inspiriert haben wir uns an einem Konzept aus Köln. Gleichzeitig wollen wir den Ertrag gemeinschaftlich nutzen. Da wir durch die Aquaponik Produkte für den Verkauf haben, können wir einen Großteil der Ernte spenden, etwa an Schulen, Kindergärten, die Tafel oder Stadtfeste. Auch hierfür haben wir uns bekannte Konzepte angeschaut, zum Beispiel „Sky Greens“ in Singapur.
Natürlich wollen wir unser Gewächshaus auch technisch ausstatten. Neben den Anlagen, die es für das Vertical Farming braucht, also Wasserpumpen und automatische LEDs zur Unterstützung des Sonnenlichts, wollen wir Kunden bei der Orientierung unterstützen. Deshalb planen wir eine App, die einen Plan des Gewächshauses sowie eine Erklärung zum Konzept der Farm enthält. Außerdem soll sie einen Marktplan, ein „Schwarzes Brett“ für unsere sozialen Aktionen und eine Liste der Spenden aus der Vertical Farm enthalten.
Zum Fortschritt unseres Modellbaus: Wir haben mithilfe eines Projektors die Platten für unsere Stockwerke ausgesägt und Löcher für die 3D-gedruckten Säulen gebohrt. Weiterhin wollen wir Plexiglas an die Form anpassen und daraus einen Großteil unserer Wände herstellen.
Auch an der Decke müssen wir Löcher sägen, um darin Kuppeln einzubauen. Diese sollen als natürliche Lichtquelle dienen.
Herausforderungen
Wir hatten anfänglich Schwierigkeiten, den Anbau in unser Modell einzubringen, da unser Plan dies nicht vorsah. Mit der zusätzlichen Fläche von 50 x 50 cm, haben wir uns darauf geeinigt, dass dort ein Modul unserer Vertical Farm zu sehen sein soll. Dabei wird diese nur modellhaft dargestellt und wir wollen die im Bild beschrifteten Pflanzen anbauen.
Die größte Schwierigkeit bestand darin, die Platten für unsere Etagen auszusägen. Der Grundriss war zu groß zum Ausdrucken mit einem herkömmlichen Drucker. Daraufhin haben wir mithilfe eines Beamers den Grundriss auf die Platte projiziert.
Eine weitere Schwierigkeit war der Zeitaufwand des 3D Druckens. Uns war bewusst, dass dies sehr zeitintensiv werden würde, doch wir haben es unterschätzt. Zehn unserer Säulen brauchen alleine 10 Stunden, weshalb wir den Druck auf die Drucker der Junior-Uni und einen privaten Drucker verteilen mussten.
Zusammenfassung
Dieser Spieltag hat uns ordentlich zum Nachdenken gebracht und im Vergleich zum ersten forderte er von uns einiges mehr an Problemlösungen. Trotz aller Schwierigkeiten haben wir es geschafft diese Probleme, sei es das Voranschreiten des Modells oder der Anbau, in der Gruppe auszudiskutieren und sie gut in unser Konzept einzubringen. Die Grundidee unseres Marktes ist uns geblieben und wir sind stolz darauf, es geschafft zu haben, sie trotz neuer Einwände beizubehalten. Wir sind guter Dinge, dass sich unser Markt weiter in die geplante Richtung eines nachhaltigen und sozialen Supermarkts entwickelt, und wir freuen uns darauf, dass unser Konzept immer mehr Form bekommt.



